Leptospirose

(Stuttgarter Hundeseuche, Weil’sche Krankheit)

Leptospirose ist eine Krankheit, die durch eine Gruppe von spiralförmigen Bakterien ausgelöst wird, den sogenannten Leptospiren. Unterschieden werden dabei eine handvoll Hauptgruppen, hinter denen sich allerdings noch rund 200 Subvarianten verbergen. Diese Bakterien werden hauptsächlich durch den Urin der bereits befallenen Tiere (z. B. Ratten, Füchsen, Hunden) ausgeschieden. Auf diese Weise geraten die Bakterien, auch über den Umweg des Erdreiches, ins Wasser, wo sie wieder von anderen Lebewesen (incl. Menschen!) aufgenommen werden.

 

Kann man Vorbeugen?

Ja, es ist sogar dringend anzuraten. Es genügt die erste Grundimmunisierung etwa in der 7. Lebenswoche. Diese erfolgt gemeinsam mit einer Impfung gegen Staupe (siehe Staupe), Parvovirose (siehe Parvovirose), Hepatitis und Zwingerhusten. In der 12./13. Woche erfolgt die Nachimpfung. Danach die übliche jährliche Wiederholungsimpfung (siehe Tipps zur Haltung eines Hundes). Diese Impfung schützt auch den Menschen, der mit dem Hund zusammenlebt, davor, sich mit Leptospirose am eigenen Tier zu infizieren!

 

Wie kommen die Hunde zu dieser Krankheit?

Wir alle kennen unsere Hunde: Da wird beim Spaziergang mal eben schnell aus einer Pfütze gesoffen oder man spring eben einfach in einen kleinen Tümpel. Dabei genügt schon der Kontakt von Schleimhäuten (Maul, Nase, Augen), um die Bakterien aufzunehmen. Beim Menschen können die Bakterien auch noch zusätzlich durch kleinen Hautverletzungen eindringen, die mit verseuchtem Wasser oder Urin in Berührung kommen.

 

Wie äußert sich die Krankheit?

Die Leptospiren setzen sich in den Nieren fest. Etwa 2 Wochen nach der Infektion zeigen sich Symptome wie Futterverweigerung, allgemeine Schwäche, Erbrechen und auch Fieber. Hinzukommen starker Durst, Unlust zum Aufstehen, häufiges Urinieren. Beim Druck auf die Nierengegend hat der Hund Schmerzen.
In manchen Fällen kommt auch noch eine Gelbsucht hinzu.

 

Gibt es eine Behandlung?

Ja. Leptospirose lässt sich mit Antibiotika behandeln, wobei fortgeschrittene Leber- und Nierenschäden nicht selten zum Tode führen.

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