Katzenleukose

Katzenleukose

Allgemeines

Die „Katzenleukose“ ist eine unheilbare Krankheit, die durch ein gefährliches Virus, das sogenannte
feline Leukosevirus (FeLV), verursacht wird. Katzen infizieren sich häufig durch gegenseitiges
Belecken. Auf diesem Weg wird virushaltiger Speichel von einer Katze zur anderen übertragen. Der
Erreger kann aber auch durch Tränenflüssigkeit und Kot verbreitet werden. Katzen mit freiem Auslauf
(Freigänger) oder Tiere, die in Gruppen mit häufigen Neuzugängen leben (Zucht) sowie Katzen, die
häufig in Katzenpensionen untergebracht werden, sind besonders gefährdet. Erhöhte
Ansteckungsgefahr besteht auch, wenn Futter- oder Wassernäpfe und Katzentoiletten von mehreren
Tieren gemeinsam benutzt werden.

Vorbeugung /Impfung & Diagnose

Die Krankheitssymptome der FeLV- Infektion stellen sich sehr unklar und verschieden dar, darüber
hinaus stellen sie sich häufig erst Jahre nach der Infektion ein. Eine Diagnose zu diesem Zeitpunkt
kommt zu spät, da diese Krankheit nicht heilbar ist. Soweit sollte man es nicht kommen lassen.
Besser ist es, die Katze vorbeugend auf „Leukose“ untersuchen und schutzimpfen zu lassen. Ihr
Tierarzt kann mittels eines einfachen Bluttestes sicher nachweisen, ob Ihr Tier virusfrei oder bereits
infiziert ist. Ist die Katze virusnegativ, kann die Schutzimpfung eingeleitet werden. Stellt sich heraus,
dass Ihre Katze infiziert ist, heißt dies jedoch nicht, dass die Krankheit auch wirklich ausbricht. Mit
etwas Glück kann Ihre Katze noch Jahre leben, ohne dass es zu einem Ausbruch der Symptome
kommt. Ihre Katze bedarf dann aber einer besonderen Pflege.
Eine Schutzimpfung gegen FELV ist besonders für Freigänger, Zuchttiere, oder vor einem
Pensionsaufenthalt anzuraten (manche Pensionen verlangen diese Impfung sogar).
Die Impfung kann ab der 12. Lebenswoche durchgeführt werden und der vollständige Schutz ist mit
der Nachimpfung 4 Wochen später gegeben. Die Grundimmunisierung ist dann mit der Auffrischung
nach einem Jahr abgeschlossen. Ab dann kann die Impfung zusammen mit der jährlichen
Routineimpfung gegen CVR (Katzenseuche/Katzenschnupfen), die übrigens jede Katze erhalten sollte,
durchgeführt und der Schutz gegen Leukose aufrechterhalten werden.

Symptome

Das Virus schwächt das Immunsystem der Katze, und sie wird anfällig gegenüber anderen
Krankheiten. Es können leichte Gesundheitsstörungen wie Mattigkeit, Fieber und Appetitlosigkeit
auftreten, die der Laie nicht sofort der Krankheit „Leukose“ zuordnet. Im weiteren Verlauf kommt es
aber zu schwerwiegenderen Gesundheitsschädigungen. Die Lymphknoten schwellen an und es treten
nicht heilende Wunden im Mund- und Nasenbereich auf. Zahnfleischbluten und anhaltender
Schnupfen können ebenfalls Hinweise auf eine FeLV- Infektion sein. Darüber hinaus können
chronische Durchfälle oder Ballenverletzungen an den Pfoten auftreten.
Die eigentliche Leukose, also das Entstehen zahlreicher Tumoren, vor allem im Brust- und Bauchraum
und im Bereich der Halslymphknoten, oder Veränderungen des Blutbildes, werden im Verlaufe einer
FeLV-Infektion dagegen eher selten gesehen.

Da die Krankheit, wie oben beschrieben, unheilbar ist, kann der Tierarzt nach der Diagnose UND bei
bereits vorhandenen Symptomen nur eine substituierende Therapie einleiten, die die Symptome der
Erkrankung lindert und dem Tier noch wertvolle, lebenswerte Zeit verschafft.
Wie lange eine Katze nach "Ausbruch" der Krankheit noch zu leben hat, ist von vielen Faktoren
abhängig und lässt sich leider nicht pauschal sagen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.