Mikrosporie bei Katzen

Mikrosporie bei Katzen (Dermatophytose)

Allgemeines

Mikrosporie ist eine Pilzinfektion, die nicht nur Katzen befallen kann. Der Pilz wird nicht nur von
Katze zu Katze übertragen, sondern auch von Katzen auf andere Tiere oder auf den Menschen.
Besonders häufig tritt die Pilzerkrankung dort auf, wo viele Tiere zusammen sind, so zum Beispiel in
Tierheimen, Tierpensionen oder bei einem Züchter. Die Pilzsporen sind hochansteckend und können
sich über Jahre halten und vermehren. Deshalb wird dringend empfohlen, die erkrankte Katze isoliert
zu halten, bis der Pilz verschwunden ist.
Da Pilze Wärme lieben, sollte man darauf achten, dass der Raum nicht überheizt ist, da
dies die weitere Ausbreitung begünstigen würde. Es empfiehlt sich auch eine Desinfektion
der Umgebung sowie aller Utensilien der Katze wie zum Beispiel Körbchen, Kratzbaum,
Spielzeug usw.

Obwohl die Mikrosporie je nach Ausprägung und Krankheitsbild auch selbstheilend ist,
sollte dennoch zur Verkürzung der Krankheitsdauer und zur Verhinderung einer
Ausbreitung von infektiösem Material in der Umgebung und Übertragung auf andere Tiere
oder den Menschen eine Behandlung durchgeführt werden. Insbesondere bei
immungeschwächten Tieren oder größeren Tiergruppen ist eine Therapie der Erkrankung
enorm wichtig.

Weiterhin besteht die Gefahr, dass bei starkem Pilzbefall die inneren Organe angegriffen
werden. So kann es zum Beispiel zu schweren Lungenentzündungen kommen, die in den
meisten Fällen tödlich verlaufen. Wie bei allen anderen Infektionskrankheiten sind auch
hier immunschwache, junge, alte und trächtige Katzen am stärksten gefährdet.

Vorbeugung/Impfung & Behandlung

Um der Mikrosporie vorzubeugen gibt es die Möglichkeit, seine Katze impfen zu lassen. Die Impfung
ist gegenüber anderen nicht billig, jedoch im Vergleich zu einer langwierigen und teuren Behandlung
im Falle einer Infektion das kleinere Übel. Auch im Falle einer bereits existenten Infektion kann eine
Impfung die Krankheitsdauer verkürzen und den Verlauf mildern.
Der Impfstoff muss 2 mal im Abstand von 2 Wochen gespritzt werden. In Verbindung mit der
Salbenbehandlung erzielt man dann sehr gute Heilungserfolge. Um sich selbst und seiner Katze
jedoch diesen langwierigen Behandlungsprozess zu ersparen, sollte man sein Tier vorbeugend impfen
lassen. Nach einer 2-maligen Impfung sind die Katzen gegen Mikrosporie immun.

Symptome, Diagnose & Behandlung

Erste Symptome die auf einen Pilzbefall hindeuten sind entweder ausgehende oder abbrechende
Haare und rote, kreisförmige Flecken auf der Haut, die sehr stark jucken können. Das Krallenbett
kann sich entzünden, was für die Katzen sehr schmerzhaft ist und die Krallen werden brüchig. Den
Pilz zuverlässig zu diagnostizieren ist ein sehr langwieriger Prozess und kann einige Wochen in
Anspruch nehmen. Der erkrankten Katze werden Hautschuppen und Verkrustungen entnommen und
aus diesen wird eine Pilzkultur angelegt. Man kann zwar auch Haare unter dem Mikroskop
untersuchen oder den Pilzbefall durch UV-Licht auf der Haut sichtbar machen, diese beiden Methoden
sind aber nicht sehr zuverlässig, da durch diese Hilfsmittel nur ein Pilzbefall, nicht aber die Pilzart
bestimmt werden kann. Nach ein paar Wochen ist die Pilzkultur ausgereift und man kann den Pilz
identifizieren. Da die Katze über diesen langen Zeitraum nicht unbehandelt bleiben kann, werden
zunächst nur die Symptome behandelt, hauptsächlich mit antimykotischen Salben. Bei sehr stark
ausgeprägtem Juckreiz sind auch vorübergehende Kortisongaben angebracht.

Ist der Pilz entlarvt, wird äußerlich weiter mit entsprechenden Salben behandelt und ggf. zusätzlich
der Impfstoff gespritzt. Oft werden der Katze auch pilzabtötende Wirkstoffe in Tabletten- oder
Tropfenform gegeben. Dies ist aber nicht ganz unproblematisch, denn diese Medikamente müssen
über einem längeren Zeitraum von mindestens 6 Wochen gegeben werden - was nicht ganz ohne
Nebenwirkungen von Statten geht.

Die Katzen leiden oftmals auch unter Appetitverlust, im schlimmsten Fall können Organe geschädigt
werden. Ist das Nagelbett befallen, muss das Tier sogar über 5 Monate behandelt werden, um eine
wirkliche Ausheilung zu gewährleisten. Besonders bei langhaarigen Katzen wird eine komplette Rasur
empfohlen, um zum Einen alle Stellen des Befalls zu erreichen, zum Anderen können die Pilzsporen in
den Haaren überleben und zu einer erneuten Infektion führen.

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