Achtung Grannenzeit!

Hundebesitzer aufgepasst! Es ist Grannenzeit!
Es ist Sommer, die Blumen blühen, die Felder reifen, was liegt da näher als täglich ausgiebige
Spaziergänge mit seinem Vierbeiner in der Natur und auf den vielen Feldwegen zu unternehmen?
Doch genau dort lauert im Sommer eine große Gefahr für unsere vierbeinigen Freunde. Einige von
unseren tierischen Mitbewohnern werden bereits die schmerzhafte Begegnung mit einer Granne
gemacht haben.
Viele im Hochsommer reifende Getreidesorten tragen diese, auch Ähren genannten, Blütenstände.
An ihnen befinden sich Widerhaken, die sich in die
unterschiedlichsten Körperregionen Ihres Fellfreundes
bohren können.Grannen haben eine scharfe Spitze, um
sich zum Keimen in den Boden zu bohren. Man kann es
sich einfach ausgedrückt wie einen langen Grashalm mit
einem spitzen Widerhaken am Ende vorstellen. Mit dieser
Vorstellung kann man sich leicht ausmalen, was die
Pflanze bei unseren Tieren anrichten kann – Schmerz
vorprogrammiert!
Doch was können Grannen anrichten? Sind sie wirklich so
gefährlich? Diese Frage lässt sich mit einem klarnen „JA“
beantworten. Grannen bohren sich mit ihrem Widerhaken
in sämtliche Körperregionen – werden sie nicht schnell
bemerkt und entfernt, wandern sie immer weiter in
tieferliegende Regionen und können im schlimmsten Fall
bis ins Gehirn oder die inneren Organe vordringen, was zu
Schmerzen, Infektionen, Abszessen, einer perforierten
Lunge und sogar zum Tod führen kann. Zum Glück sind
solche Extremfälle relativ selten. Grannenfremdkörper in
Augen, Nase, Ohren und den Pfoten hingegen sind die „Sommerklassiker“ in fast jeder
Tierarztpraxis. Zwar sind langhaarige Hunde mit Schlappohren stärker gefährdet, doch auch
kurzhaarige Hunde mit offenen, stehenden Ohren können betroffen sein, da die Widerhaken direkt
in ihren Ohrkanal segeln können.
Natürlich kann man nicht komplett verhindern, dass sich Freund „Bello“ einen dieser fiesen
Fremdkörper einfängt – denn der Gassigang im Grünen muss ja schließlich sein, aber mit einigen
Tipps, lässt sich Schlimmeres vermeiden:
– Seien Sie besonders bei trockenem, warmem Wetter aufmerksam und bürsten Sie Ihr Tier
nach jedem Spaziergang ab – ein warmer Sommer, wie wir ihn bisher 2019 erleben, kann
zu einer wahren Hochsaison der Grannen werden
– Versuchen Sie, mit Ihrem Hund nicht durch hohe Wiesen oder auf Wegen zu laufen, an
denen die Gräser wachsen und entfernen Sie entsprechende Pflanzen aus Ihrem Garten
– Kontrollieren Sie nach dem Spaziergang vor allem folgende Körperteile Ihres Hundes:
Ohren, Augen, Pfoten (vor allem zwischen den Zehen), Nase, Mund, Achselhöhlen,
Genitalien
– bei langhaarigen Hunden sollte zusätzlich darauf geachtet werden, dass im Frühjahr und
Sommer das Fell im Zwischenzehraum gekürzt wird (erleichtert auch die Pfotenkontrolle)
Sollten Sie trotz aller Vorkehrungen Symptome wie plötzlich auftretende Lahmheiten,
geschwollene Pfotenballen, exessives Lecken an Pfoten oder Genitalien, Kopfschütteln oder
Schiefhaltung, Augenausfluss mit Rötung und Schwellung oder starkes Niesen feststellen, sollten
Sie eine Granne in Betracht ziehen und Ihren Tierarzt aufsuchen. Bedenken Sie bitte, dass eine
einmal festgesetzte Granne aufgrund ihrer Widerhaken nur noch durch äußere Hilfe entfernt
werden kann und unbehandelt immer tiefer wandert. Zu langes Warten kann die Problematik
verschlimmern und die Entfernung erschweren.
Wenn Sie diese Tipps beherzigen steht einem schönen und stressfreien Sommer für Sie und Ihren
Fellfreund nichts mehr im Wege.
Sind Sie sich unsicher oder haben Sie einen „Grannennotfall“? Zögern Sie bitte nicht uns zu
kontaktieren! Wir sind 7 Tage die Woche, im Notfall sogar bis 22 Uhr für Sie und Ihre Schützlinge
da!

3 Kommentare

  1. Sander Bettina

    Meine Hündin hat zwei grannen hat der Hundefriseur entfernt.nun noch eine Beule in der Achsel ist das normal???nicht das noch etwas drin ist.komme ich dagegen macht der Hund nix…

  2. Теперь буду знать

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